Kino
David Lynch – Ein Karriererückblick auf das Schaffen des Kultregisseurs
Es gibt wenige Künstler, deren Name allein zu einer festen Kategorie der Wahrnehmung werden – mit Begriffen wie „Lynchismus“, „Lynchland“ oder „Lynchville“ werden auf spezifische Filmwelten verwiesen, die auf den kreativen Geist ihres Schöpfers hindeuten: David Lynch. Der US-amerikanische Filmkünstler ist nun im Alter von 78 Jahren gestorben. Er hinterlässt ein filmisches Werk, dessen internationale Begeisterung ungebrochen ist.
Silencio … Foto: dpa/efe/Kiko Huesca
David Lynch begann seine Karriere in den bildenden Künsten. Er versuchte sich zunächst als Maler, ging dann erste Kurzfilmprojekte an und absolvierte ein Filmstudium am American Cinema Institute in Los Angeles. Lynchs Welterfolg kam sukzessive zunächst mit „Eraserhead“ (1977), dann „The Elephant Man“ (1980). Man wusste gleich, dass mit Lynch ein neuer künftiger Star des amerikanischen Films gefunden war. Namhafte Regisseure wie Francis Ford Coppola oder George Lucas bekundeten ihr Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem eigenwilligen Talent. Doch es kam anders: Als Raffaella De Laurentis die Rechte am Roman „Dune“ von Frank Herbert erwarb, engagierte sie David Lynch als Regisseur. Der Film vermochte zwar mit den von Lynch bekannten grotesk-betörenden Bildern aufwarten, die hohe Informationsdichte der Vorlage konnte er aber nicht sinnvoll in das filmische Medium überführen.