Frauen in der Lokalpolitik

Das „Küken“: Die Zweite Schöffin in Grosbous-Wahl studiert noch

Beim ersten Einzug in den Gemeinderat als Rätin ist Anne Steichen noch Schülerin. Das war 2017. Sechs Jahre später wird die heute 27-Jährige zur Zweiten Schöffin der Fusionsgemeinde Grosbous-Wahl gewählt und ist Studentin. Von einem „Küken“, das längst keines mehr ist.

Anne Steichen, Studentin für Internationale Beziehungen und Diplomatie in Trier, engagiert sich als Schöffin in der Kommunalpolitik.

Anne Steichen studiert „Internationale Beziehungen und Diplomatie“ in Trier und gestaltet zu Hause als Schöffin die Politik in ihrer Heimatgemeinde mit Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Einen konkreten Anlass, kurz vor dem Abitur in die Lokalpolitik einsteigen zu wollen, gab es 2017 nicht. Bei vielen gibt ein „Jetzt reicht’s aber“ den Ausschlag. Bei Anne Steichen ist es die spontane Entscheidung einer an Politik interessierten Schülerin. „Ich bin schon in der Schule damit aufgefallen, dass ich mich dafür interessiere und meine Meinung sage“, sagt sie. „Ungefiltert.“

Man möchte applaudieren. Endlich eine, die vom Polit-Bla-Bla nichts hält und es ausspart. Am Mittagstisch überrascht sie damals ihre Eltern mit der Idee, für den Gemeinderat kandidieren zu wollen. Als ihre Mutter sagt: „Du hast nichts zu verlieren“, probiert sie es.

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