„Kein Allheilmittel“
DP und CSV zeigen weiter wenig Interesse an Leerstandssteuer für die Hauptstadt
Immer wieder ist eine Abgabe auf ungenutzte Ladenflächen in Luxemburg-Stadt Thema. In der Sitzung des hauptstädtischen Gemeinderats am Montag zeigte sich erneut, dass die blau-schwarze Mehrheit diesem Instrument wenig aufgeschlossen gegenübersteht.
Unter anderem in der Avenue de la Gare im Bahnhofsviertel stehen Geschäfte leer Archivfoto: Editpress/Julien Garroy
Von 571 Geschäften standen im März 2026 im hauptstädtischen Bahnhofsviertel 12,9 Prozent leer. In der Oberstadt lag die Quote zu dem Zeitpunkt bei 9,4 Prozent – bezogen auf 739 Läden. Das teilte der Generaldirektor der „Luxembourg Confederation“, Tom Baumert, vergangene Woche beim „City Breakfast“ mit. Trotz eines Rückgangs des Leerstands in der Oberstadt und im Bahnhofsviertel betonte Handelsschöffe Maurice Bauer (CSV) bei dem monatlichen Treffen mit der Presse, dass jedes ungenutzte Lokal eines zu viel sei.
Im Dezember 2025 hatte die Stadt angekündigt, sich die Einführung einer Steuer auf leer stehende Geschäftslokale in Esch genau anzusehen. Dort werden seit Jahresbeginn Gebühren für ungenutzte Flächen erhoben. „Wenn Esch damit Erfolg hat, werden wir uns sicherlich zu gegebener Zeit zusammensetzen“, erklärte Maurice Bauer Ende 2025 auf Nachfrage der Opposition.