Leere Regale, überfüllte Kassenbereiche
Corona-Käufe stellen Luxemburgs Supermärkte vor Herausforderungen
Das Coronavirus hat in Luxemburg eine Ausnahmesituation ausgelöst. Nach einer Verschärfung der Schutzmaßnahmen suchen viele Menschen am Donnerstag und Freitag die Supermärkte auf.
Hamsterkäufe in Luxemburg wegen des Coronavirus Foto: Editpress
Ob Nudeln, Reis oder Gemüsekonserven – was lange haltbar ist, liegt derzeit nicht lange in Luxemburgs Supermarktregalen. Viele Regale sind leergekauft. An den Kassen bilden sich sehr lange Schlangen, oft sind die Einkaufswagen rammelvoll.
Unsere Mitarbeiter sind keine Superhelden
Sprecher
Delhaize
„Es ist mit Sicherheit eine Situation, wie wir sie bisher noch nie erlebt haben“, heißt es von der Pressestelle von Delhaize in Belgien. Das Unternehmen will seine Kunden aber beruhigen. Es seien mehr als genügend Reserven in den Lagern vorhanden, um der Nachfrage gerecht zu werden. „Unsere Mitarbeiter sind aber keine Superhelden. Sie füllen die Regale schnellstmöglich auf, aber es kann sein, dass unsere Kunden etwas Geduld zeigen müssen.“
Auch die Supermarktkette Cactus sagt: „Wir merken, dass wir seit gestern deutlich mehr Kunden haben.“ Das habe dazu geführt, dass einzelne Artikel für kurze Zeit ausverkauft gewesen sind. „Wir können aber die Versorgung durch unsere drei Lager in Windhof, Kapellen und Bartringen garantieren und die Frequenz der Anlieferungen hochsetzen, falls es nötig sein sollte.“
Anders als in anderen Medien berichtet wurde, konnte die Pressestelle der Polizei keine Einsätze innerhalb der Luxemburger Supermärkte bestätigen. In Käerjeng und Mersch hätten die Beamten lediglich „verkehrstechnisch“ vor den Einkaufszentren aushelfen müssen.