Misshandelt und vergewaltigt
Brutaler Übergriff in Luxemburg-Stadt: Frau liegt nach Attacke im Krankenhaus
Eine Frau wurde in der Grand-rue stundenlang misshandelt und vergewaltigt. „Ask for Angela Luxembourg“ kritisiert am Donnerstag fehlende öffentliche Informationen zum Vorfall. Die Staatsanwaltschaft bestätigt den Fall am Freitag.
Eine Frau ist am Sonntag in Luxemburg-Stadt brutal überfallen worden Symbolfoto: Denis Zavhorodnii/Magnific
Eine Frau ist in der Grand-rue in Luxemburg-Stadt Opfer eines stundenlangen, äußerst brutalen Übergriffs geworden. Das geht aus einem Facebook-Beitrag der Schutzinitiative „Ask for Angela Luxembourg“ vom Donnerstag hervor. „Ein obdachloser Mann ist ihr gefolgt und hat sie mehrere Stunden lang brutal misshandelt, unter anderem durch Vergewaltigung“, heißt es darin. Die Organisation sei von der Freundin des Opfers kontaktiert worden. Die Frau befinde sich weiterhin im Krankenhaus.
„Besonders schwerwiegende Vorfälle“
Am Freitagnachmittag bestätigt die Luxemburger Staatsanwaltschaft einen Vorfall in der Grand-rue. Demnach haben sich dort um 2 Uhr in der Nacht auf Montag „besonders schwerwiegende Vorfälle“ ereignet. Nach ersten Ermittlungsergebnissen wurde eine Frau, die auf dem Weg nach Hause war, Opfer eines Übergriffs. Zu einem bestimmten Zeitpunkt soll es ihr gelungen sein, zu fliehen. Passanten, die ihr auf dem Weg begegneten und die sie um Hilfe bat, sollen ihr nicht geholfen haben. Erst eine Polizeistreife nahm sie auf. Die Polizisten konnten an dem Ort, den die Frau ihnen als Tatort beschrieben hatte, einen Mann festnehmen, auf den ihre Beschreibung passte. Außerdem sollen dort verschiedene persönliche Dinge des Opfers gefunden worden sein.
Laut Staatsanwaltschaft ist der mutmaßliche Täter ein 40-Jähriger aus Polen. Die Vorwürfe: versuchter Totschlag, vorsätzliche Körperverletzung, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und Raub. Der 40-Jährige wurde in Untersuchungshaft gebracht. „Ermittlungsmaßnahmen und ergänzende Überprüfungen sind noch im Gange, um die genauen Umstände und den genauen Tathergang festzustellen“, schreibt die Staatsanwaltschaft.
Schutzinitiative kritisiert fehlende Informationen
„Ask for Angela Luxembourg“ bezeichnet den Vorfall als „besonders brutal“ und kritisiert, dass zum Zeitpunkt der Publikation des Beitrags keine öffentlichen Informationen dazu veröffentlicht wurden. Dem Opfer bieten die Verantwortlichen Unterstützung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus an. (les, sen)