Remerschen

Bezahlbare Wohnungen oder Weinhandel: Wie es mit den „Caves du Sud“ weitergeht

Den „Caves du Sud“ in Remerschen steht nach dem Erwerb durch den Staat eine neue Zukunft bevor. Der Abgeordnete Ben Streff (LSAP) hat Logement-Minister Claude Meisch (DP) gefragt, was derzeit vorgesehen ist.

Noch in diesem Jahr wird Schengens erste Apotheke auf dem Parkplatz vor den „Caves du Sud“ fertig

Noch in diesem Jahr wird Schengens erste Apotheke auf dem Parkplatz vor den „Caves du Sud“ fertig Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Nachdem der Staat die „Caves du Sud“ in Remerschen vor rund einem Jahr für 8,5 Millionen Euro erworben hatte, interessiert sich das Bildungsministerium nun für die Räumlichkeiten. Dabei könnten entweder Büros für die Verwaltung oder Wohnungen für Jugendliche entstehen. Dies ging am Montag aus einer parlamentarischen Antwort (Nr. 4815) von Bildungs- und Logement-Minister Claude Meisch (DP) an den Abgeordneten Ben Streff (LSAP) hervor.

Was passiert mit der Vinothek?

Das Gebäude „Caves du Sud“ gehörte vormals der Kooperative „Domaines Vinsmoselle“ und wurde von der Gemeinde als historisch schützenswert eingestuft. Gegenüber befinden sich eine Schule sowie eine Jugendherberge. Bislang kündigte der öffentliche Bauträger SNHBM die Einrichtung von 45 bezahlbaren Wohnungen an. Vor diesem Hintergrund fragte Streff, wie es um die Zukunft der Vinothek bestellt sei. Diese befindet sich ebenfalls im Gebäude und wird von „Domaines Vinsmoselle“ betrieben.

Meisch zufolge soll die Vinothek erhalten bleiben: „Rien n’indique une incompatibilité entre le maintien de la vinothèque à son emplacement actuel et les projets envisagés par l’État.“ Derzeit sei eine Machbarkeitsstudie im Gange, deren Resultate bis Jahresende vorliegen dürften. Folglich ist erst danach absehbar, welche konkreten Projekte ausgewählt werden. Dennoch könnte die SNHBM nicht für etwaige Kosten aufkommen.

Neue Apotheke

Auf die Frage, inwiefern die Gemeinde und die Einwohner in die Umgestaltung des Orts eingebunden werden, antwortete Meisch, dass die SNHBM eng mit der Gemeinde Schengen, dem Logement-Ministerium, dem Bildungsministerium sowie der Expertengruppe für Stadtplanung und Umwelt (CFUE) an der Umsetzung möglicher Projekte arbeite. Bevor allerdings Wohnungen entstehen können, die den Vorgaben des Ministeriums entsprechen, müsse noch der Teilbebauungsplan (PAP) angepasst werden. Demnach zeichnet sich erst im nächsten Jahr ab, wie es genau weitergehen könnte.

Noch in diesem Jahr fertig wird allerdings Schengens erste Apotheke auf dem Parkplatz vor den „Caves du Sud“. Der Modulbau kostete rund 700.000 Euro und die Räumlichkeiten sollen auch für den Apothekennotdienst geeignet sein.

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