Beles

Bei Arbeiten im Keller entdeckt: Asbest in Schule führt zu Schließung des Gebäudes

In einer Schule in Beles wurde Asbest entdeckt. Bis zu den Ferien müssen die Schüler nun auf andere Gebäude ausweichen.

Schulgebäude der Belvaux Poste Schule mit modernem Design und grüner Umgebung an einem sonnigen Tag

Die betroffene Schule „Belvaux Poste“ Foto: Editpress/Alain Rischard

Die Schüler der Grundschule „Belvaux Poste“ in Beles müssen bis zu den Karnevalsferien kurzfristig ein neues Gebäude beziehen. Der Grund: Bei Arbeiten an der Heizung im Keller wurde Asbest gefunden. Daher findet der Unterricht bis zum Beginn der Ferien (am Freitag) auf dem „Site Scheierhaff“ in Zolver statt.

„Während der Arbeiten im Keller wurde entdeckt, dass Asbest ausgetreten ist“, sagte Bürgermeisterin Simone Asselborn-Bintz (LSAP). „Wir haben daraufhin natürlich sofort gehandelt und alles geschlossen.“ Das Gesundheitsministerium und die „Inspection du travail et des mines“ sei sofort informiert worden. Es sei nur der Keller der Schule betroffen, dennoch habe die Gemeinde Sanem das Gebäude vorsorglich geschlossen. Laut Bürgermeisterin eine rein präventive Maßnahme, Gefahr für die Schuler habe keine bestanden. Während der Ferien werde eine spezialisierte Firma weitere Analysen durchführen, um zu untersuchen, ob noch an anderen Stellen in der Schule Asbest vorhanden ist. „Wir hoffen, dass das so schnell wie möglich passiert“, so die Bürgermeisterin. Falls kein weiterer Asbest gefunden wird, könne die Schule nach den Ferien wieder regulär funktionieren.

Normaler Unterricht möglich

Die ungefähr 200 betroffenen Schüler müssen bis zu Ferienbeginn auf den „Site Scheierhaff“ ausweichen. „Wir haben dort alles freigeräumt“, um Platz zu schaffen, sagte Asselborn-Bintz. Ebenfalls seien über Nacht die Räume ausgestattet worden, um Unterricht zu ermöglichen. „Der Schuldirektor hat mir bestätigt, dass normaler Unterricht in allen Klassen stattfindet, nur eben in anderen Sälen.“ Ein Ersatzbus fährt die Schüler von der Haltestelle „Post Schoul“ zum „Scheierhaff“.

Ebenfalls betroffen ist die „Maison relais“ der Schule. Die Kinder können so lange die Strukturen in der rue de la France oder „A Gladder“ nutzen.

Simone Asselborn-Bintz ist optimistisch, dass der Schulbetrieb nach den Ferien wieder normal ablaufen kann. Sie glaubt nicht, dass neben dem Keller noch an weiteren Stellen im Schulgebäude Asbest vorhanden ist. Falls doch weitere Funde gemacht werden, „müssen wir uns einen Plan B überlegen“. Während der Ferien setze sich die Gemeindeverwaltung mit der Schuldirektion zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Unabhängig vom Ausgang der Analysen müsse eine spezialisierte Firma den Asbest im Keller räumen. Diese Arbeiten sollen jedoch, so die Bürgermeisterin, keine Auswirkungen auf den Schulbetrieb haben.

Reaktion eines Lehrers

„Wir wurden auch erst gestern informiert“, sagt ein Lehrer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Daraufhin habe er sich „spontan und kreativ“ organisieren müssen. Auch wenn er sich nun einen Raum mit drei anderen Klassen teilen muss, sei normaler Unterricht grundsätzlich nicht unmöglich. „Ich habe alles geschafft, was ich heute mit der Klasse vorhatte.“ Auch die Schüler seien motiviert und würden brav mitarbeiten. Aber: Sollte die alte Schule länger nicht benutzbar sein, sei der „Scheierhaff“ keine Option. „Dann muss die Direktion sich einen Plan B überlegen.“ In Anbetracht der „relativ kurzfristigen und heiklen Umstände“ hätten die Verantwortlichen ihr Bestes gegeben, sagt der Lehrer, auch wenn er nur für seine Klasse sprechen könne.

Hinweis am Schulgebäude: Trainings fallen bis auf Weiteres wegen Corona-Pandemie aus, aktueller Aushang für Schüler und Eltern

Ein Zettel am Schulgebäude informiert darüber, dass auch die Trainings bis auf Weiteres ausfallen Foto: Editpress/Alain Rischard

1 Kommentare
Romain C 11.02.202612:22 Uhr

Bis zur Fertigstellung der neuen Schule Chemin rouge haben alle Schulferien!????????

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