Alain spannt den Bogen
Beethovens Neunte mit Philippe Herreweghe und Dmitri Tschernjakows „Così fan tutte“
Gerade in unserer Zeit sind Stellungnahmen gegen den Krieg auch in den Konzertsälen sehr wichtig, Künstlern lässt man heute unangebrachtes Verhalten nicht mehr so einfach durchgehen. Sei das durch politische Haltung (siehe Teodor Currentzis und Anna Netrebko), durch unflätiges Benehmen (siehe Sir John Eliot Gardiner) oder durch sexuelle Übergriffe (siehe François-Xavier Roth, Charles Dutoit und James Levine).
Das Orchestre des Champs-Elysées und das Collegium Vocale Gent spielten Beethoven in der Philharmonie Foto: Philharmonie Luxembourg/Sébastien Grébille
Umso wichtiger ist es auch, dass es in unserer Zeit in den Konzertsälen zu Stellungnahmen gegen den Krieg kommt und dass aktuelle Probleme und Geschehnisse auf den Theater- und Opernbühnen zeitgemäß inszeniert werden. Beides konnte man innerhalb einer Woche auf Luxemburgs Bühnen erleben, mal besser, mal schlechter.