Projekt Google in Bissen

„Baugenehmigung wird wohl noch vor den Sommerferien erteilt“

Seit nunmehr acht Jahren ist in Bissen die Rede von einem Google-Rechenzentrum. Die Pläne haben im Laufe der Zeit viele Gemüter erhitzt. Anfangs ging es um Größe bzw. Höhe des Gebäudes, dann um den enormen Kühlwasserbedarf, den Geräuschpegel der Kühlaggregate und Lichtverschmutzung. 2020 sorgte das „Memorandum of understanding“ zwischen Regierung, Gemeinde Bissen und Google für Rangeleien auf lokaler und nationaler Ebene, letztens wurde nun der hohe Stromverbrauch angeprangert …

Bürgermeister David Viaggi spricht engagiert bei öffentlicher Veranstaltung, Thema Gemeindeentwicklung und Herausforderungen

Bürgermeister David Viaggi: „Wir können uns über Langeweile nicht beklagen“ Foto: Roger Infalt

Im Juli 2018 gab der Internetgigant Google sein Vorhaben bekannt, ein Rechenzentrum auf Roost (Gemeinde Bissen) zu bauen. Der Bauträger „London Bridge“ hatte hierfür ein rund 33 Hektar großes Areal – so groß wie 50 Fußballplätze – auf „Bousbierg“ erworben. Sechs Monate später klassierte der Gemeinderat Bissen es einstimmig und erst mal provisorisch in eine „Zone spéciale Datacenter“ um.

Damit begann eine (fast) unendliche Geschichte, die von allem Möglichen geprägt war, nur nicht von Transparenz. Im Juni 2019 gingen ganze 143 Reklamationsschreiben in der Gemeinde ein, es gab Aktionen von gleich zwei Bürgerinitiativen, die sich vehement gegen das geplante Rechenzentrum wehrten, es gab eine offizielle Opposition des „Mouvement écologique“ und die definitive Entscheidung zur Umklassierung des Areals führte im Nachhinein zu Demissionen und Stühlerücken im Schöffen- und Gemeinderat.

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