Autofestival

Autobranche zieht positive Bilanz: „Viele Tests, viele Angebote“

Das Autofestival bleibt beliebt. Die Garagen zeigen sich zufrieden. Dennoch bleiben manche Kunden aus.

Beliebte SUVs auf dem diesjährigen Autofestival in moderner Ausstellung und vielfältigen Modellen

SUVs waren auch beim diesjährigen Autofestival beliebt Foto: Editpress/Alain Rischard

Alle Jahre wieder: Von Ende Januar bis Anfang Februar lockten Verkäufer in Luxemburg potenzielle Kunden mit Sonderangeboten an. Beim Autofestival präsentierten die verschiedenen Fahrzeughersteller ihre Neuerscheinungen und luden so nicht nur zum Kauf, sondern auch zum Entdecken und Fachsimpeln ein.

„Wir schließen diese Ausgabe mit einer positiven Bilanz ab“, sagt Philippe Mersch, Präsident der „Fédération des distributeurs automobiles et de la mobilité“ (Fedamo), dem Tageblatt am Telefon. Ihm lägen jedoch keine genauen Zahlen vor, diese dürften nicht zwischen „Confrères“ ausgetauscht werden. „Wir basieren uns nur auf Tendenzen.“ Die Garagen hätten aber gesagt, dass der Zuschauerandrang gleich geblieben sei. Sie hätten jedoch mehr Angebote an Kunden gemacht, und die Besucher hätten mehr Autos getestet. Der Erfolg hänge jedoch von den einzelnen Herstellern ab. „Es gibt Marken, die deutlich aktiver mit Angeboten auf dem Autofestival sind, weil sie im Jahr weniger Autos an Firmen verkaufen.“ Deshalb müssten diese Hersteller mehr auf Privatkunden setzen.

Luxemburger mögen Neuheiten

SUVs bleiben beliebt. „Die Leute sind an allem interessiert, in dem man ‚eng Grimmel‘ höher sitzt – also SUVs und Crossovers“, sagt Mersch. Ebenfalls groß sei die Nachfrage nach Elektroautos. Aber auch stark motorisierte Verbrennerautos funktionieren gut. Und: „Wir bemerken immer wieder, dass der Luxemburger Kunde an den Neuerscheinungen interessiert ist.“

Die Beliebtheit von E-Autos hänge stark von den einzelnen Herstellern ab. „Bei Marken, die relativ stark auf Elektrofahrzeuge setzen, steigt die Nachfrage stetig an“, sagt Mersch. Das, was beim Autofestival beliebt ist, ist nicht unbedingt das ganze Jahr über erfolgreich. Der Anteil der elektrischen Autos, die beim Autofestival verkauft werden, sei vielleicht etwas geringer als im Rest des Jahres. Zum Erfolg chinesischer Elektroautos könne er keine genauen Zahlen liefern, auch weil die Fedamo deren Verkauf nicht gesondert erfasse. Interessante Neuheiten mit Verbrennermotor würden allerdings nach wie vor gut ziehen.

Philippe Mersch lächelt zufrieden beim diesjährigen Autofestival vor einem modernen Sportwagen

Philippe Mersch ist zufrieden mit dem diesjährigen Autofestival Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Ganz Junge meiden Autofestival

„Was leider fehlt, sind die wirklich ganz jungen Kunden“, sagt Mersch über die Besucher beim Autofestival. Er hat eine mögliche Erklärung: „Diese informieren sich sehr stark digital und tätigen bereits einen Teil des Verkaufsprozesses im Vorfeld, sodass praktisch alles online läuft.“ Auch erwerbe diese Art von Kunden oft nur dann ein Auto, wenn es wirklich nötig sei. Der Präsident der Fedamo betont allerdings, es sei nicht so, dass die Jugend keine Autos kaufe.

Auch wenn sich Interessenten vermehrt im Vorfeld im Internet informieren – ein Trend, den die Verkäufer beim Autofestival beobachten konnten – sei das Gespräch vor Ort nach wie vor wichtig, sagt Mersch. „Die Beratung bleibt notwendig, um den Kunden nach seinen Bedürfnissen zu orientieren.“ Gerade bei Elektroautos hätten potenzielle Käufer oft Fragen, die nur der Verkäufer beantworten könne.

Leasing habe immer mehr Erfolg, sagt Mersch. „Vor allem beim Kauf eines elektrischen Autos beruhigt das die Leute.“ Sie müssten sich keine Gedanken darüber machen, ob sie ihr Fahrzeug in einigen Jahren noch verkaufen können. Die Rabatte sind noch bis Ende Februar gültig.

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