Asiatische Hornisse
„Augen auf!“: Fachmann wünscht mehr Aufklärung über die invasive Insektenart
Die Asiatische Hornisse beschäftigt zunehmend Gemeinden und Imker. In Remerschen plädierte der Experte Carsten Emser am Dienstag für mehr Aufklärung, schnelle Meldungen und konsequente Bekämpfung der invasiven Art.
Der Schengener Schöffe Tom Weber und Hornissenexperte Carsten Emser am Dienstagabend in Remerschen Foto: Editpress/Georges Sold
„Das wird das erste Tier sein in eurem Leben, nach dem ihr euch richten werdet, und nicht umgekehrt.“ Mit diesen Worten beginnt der zertifizierte Wespen- und Hornissenumsiedler Carsten Emser seinen fast dreistündigen Vortrag zur Asiatischen Hornisse. Es ist Dienstagabend. Im Konferenzraum von Remerschen haben auf Einladung der Gemeinde Schengen um die 40 Personen Platz genommen. Unter ihnen: Bürger, Imker und Winzer.
Der 58-jährige Carsten Emser ist eigentlich in Rente. Nach seinem beruflichen Leben als Offizier bei der Bundeswehr entschied sich der langjährige Imker dazu, sich in der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse weiterzubilden. Das Thema sei sehr ernst, sagt Emser nun. Er wolle „kein Schreckgespenst an die Wand malen“, doch die Asiatische Hornisse könne überall auftauchen und die Gesellschaft sei nicht darauf vorbereitet. In den Ursprungsländern dagegen würde Kindern von klein auf beigebracht, achtsam zu sein, sagt Emser.