Wetter

Arbeiten bei Hitze: ITM veröffentlicht Empfehlungen für Luxemburg

Die ITM hat wegen der aktuellen Hitze in Luxemburg Empfehlungen für Arbeiten im Freien und in Innenräumen veröffentlicht. Ein Überblick.

Arbeiten im Freien bei großer Hitze in Luxemburg: Die ITM rät zu Schattenplätzen, Wasser und angepassten Arbeitszeiten

Arbeiten im Freien bei großer Hitze in Luxemburg: Die ITM rät zu Schattenplätzen, Wasser und angepassten Arbeitszeiten Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Angesichts der aktuellen Hitzewelle in Luxemburg erinnert die „Inspection du travail et des mines“ (ITM) Arbeitgeber an ihre Pflicht, Beschäftigte vor den gesundheitlichen Risiken hoher Temperaturen zu schützen. Die Behörde hat dazu Empfehlungen für Arbeiten im Freien und in Innenräumen veröffentlicht.

Arbeiten im Freien: Schatten, Wasser und angepasste Arbeitsabläufe

Bei Tätigkeiten unter freiem Himmel sollten nach Möglichkeit schattige und gut belüftete Bereiche geschaffen werden. Arbeitgeber müssen zudem ausreichend Trinkwasser bereitstellen, damit Beschäftigte den erhöhten Flüssigkeitsverlust ausgleichen können. Die ITM empfiehlt, regelmäßig kleine Mengen Wasser zu trinken. Je nach körperlicher Belastung können drei bis vier Liter pro Tag erforderlich sein.

Besonders anstrengende Arbeiten in direkter Sonneneinstrahlung oder in der Nähe stark erhitzter Flächen wie Asphalt, Beton oder Metall sollten möglichst reduziert werden. Für schwere körperliche Tätigkeiten empfiehlt die Behörde den Einsatz mechanischer Hilfsmittel.

Auch die Arbeitskleidung spielt bei hohen Temperaturen eine wichtige Rolle. Wo es die Sicherheitsvorschriften zulassen, sollten Beschäftigte leichte, helle und luftige Kleidung sowie eine Kopfbedeckung zum Schutz von Kopf und Nacken tragen. Zusätzlich werden Sonnenbrillen und Sonnenschutzmittel empfohlen. Zudem soll die persönliche Schutzausrüstung, wenn möglich, an die Hitze angepasst werden: Sicherheitsschuhe anstelle von Sicherheitsstiefeln zum Beispiel.

Maßnahmen gegen Hitze in Innenräumen

Für Arbeitsplätze in Gebäuden rät die ITM dazu, die Raumtemperaturen regelmäßig zu überwachen und Maßnahmen gegen eine übermäßige Erwärmung zu ergreifen. Dazu zählen etwa Jalousien, Rollläden, Wärmedämmung oder Sonnenschutzfolien. Außerdem sollten ausreichend Trinkwasser sowie Hilfsmittel wie Ventilatoren oder klimatisierte Bereiche zur Verfügung stehen.

Die Arbeitsinspektion weist zudem darauf hin, dass Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen auf die im luxemburgischen Arbeitsrecht vorgesehene Regelung zur wetterbedingten Kurzarbeit („Chômage dû aux intempéries“) zurückgreifen können. (DJ)

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren