Nach Facebook-Posts
73-Jährige wegen Anstiftung zum Hass vor Gericht
Eine 73-jährige Frau musste sich am Dienstag wegen Anstiftung zum Hass vor dem Bezirksgericht Luxemburg verantworten. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft habe die 73-Jährige die Grenzen manipulativer Darstellung überschritten und sich strafbar gemacht. Zudem steht die Angeklagte auch für den Umgang mit rassistischen Inhalten in der Kritik. Die Staatsanwaltschaft Luxemburg hat eine angemessene Geldstrafe für die Frau beantragt.
Foto: dpa/Uli Deck
Zum Tatgeschehen: Die 73-Jährige soll sich am 15. Januar 2017 zunächst auf Facebook verschiedene Videos angesehen haben, in denen behauptet wurde, die Hauptstadt Paris würde aufgrund von Multikulturalismus kurz vor dem Untergang stehen. Paris sei von fremden Mächten bedroht. Kurzfilme, mit denen ein Klima des Hasses auf dunkelhäutige Menschen verbreitet wird. Auf die Begriffe „multikulturelle Gesellschaft“, „buntes Treiben in Frankreich“, „Multikulti in Paris – denn Vielfalt ist unsere Stärke“ und „Das ist weder der Kongo, noch Nigeria, Tansania oder Somalia …, sondern die französische Hauptstadt“, schrieb die Frau folgenden Kommentar: „Do mengt een, et wär ee bei de Makacken.“ Doch damit nicht genug.