Contern
„Es geht an die Substanz“: Die lange Dürre setzt dem „Geméiswierk“ von Marie Goergen zu
Seit Wochen wartet Marie Goergen auf Regen. Auf ihrem Bio-Gemüsehof in Contern vertrocknen Pflanzen, Wasservorräte schwinden und die Ernte fällt deutlich kleiner aus. Die junge Gemüsegärtnerin versucht, ihren Betrieb an die zunehmenden Wetterextreme anzupassen. Doch sie weiß: Auf Dauer reichen individuelle Lösungen nicht.
Marie Goergen steckt viel Herzblut in ihre Gemüsefarm. Doch die derzeitigen Wetterbedingungen bringen Pflanzen und Menschen an ihre Grenzen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Wenn Marie Goergen über ihr Feld zu den Kohlreihen stapft, wirbelt jeder ihrer Schritte Staub auf. Der Boden ist steinhart, trocken und teilweise rissig. Seit Wochen fehlt der Regen. Für die Biogemüsegärtnerin ist die Trockenheit längst mehr als nur eine Begleiterscheinung eines ungewöhnlich heißen Sommers: Sie bedroht ihre Ernte – und damit ihre Existenz.
„Ruhig schlafen tue ich schon lange nicht mehr“, gesteht die 27-jährige Conternerin. Sie suche nach Lösungen, nach Wegen, um weiterzumachen. Noch hat sie die Hoffnung nicht aufgegeben. „Die Saison ist noch nicht komplett vorbei. Es kann sich noch etwas zum Guten wenden.“ Doch erhebliche Schäden und Verluste seien bereits entstanden. Schon jetzt stehe fest, dass der Betrieb nicht an die Umsatzzahlen des vergangenen Jahres herankommen werde.