Vorfall der Stufe eins im Kernkraftwerk Cattenom

Zu viel Kühlwasser in Sammelbehälter in Block 3 gelaufen

Im Kernkraftwerk Cattenom gab es vergangenen Montag einen Zwischenfall der Stufe eins. In einen Behälter ist zu viel Kühlwasser geflossen. Auswirkungen auf die Sicherheit soll es keine gegeben haben.

Ein Fehler an zwei Ventilen hat dafür gesorgt, dass zu viel Wasser in einen Sammelbehälter in Block 3 geflossen ist

Ein Fehler an zwei Ventilen hat dafür gesorgt, dass zu viel Wasser in einen Sammelbehälter in Block 3 geflossen ist Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Eine fehlerhafte Konfiguration von zwei Ventilen hat am 11. August zu einem Vorfall der Stufe eins in Block 3 des Kernkraftwerks Cattenom geführt. Das meldet der Betreiber „Électricité de France“ (EDF) am Montag in einer Pressemitteilung. Der Vorfall habe „keine tatsächlichen Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlagen“ gehabt.

Was ist passiert? Block 3 wird derzeit nach Wartungsarbeiten wieder hochgefahren. Während ein Team um 12.41 Uhr am Aufbereitungskreis des Kühlwassers gearbeitet hat, hat ein Fehler an zwei Ventilen dafür gesorgt, dass zu viel Wasser in einen dafür vorgesehenen geschlossenen Sammelbehälter geflossen ist. Die erlaubte Durchflussmenge wurde dabei überschritten.

Der Reaktor wird durch unter Druck stehendes Wasser gekühlt, das sich in einem geschlossenen Kreislauf befindet. In bestimmten Betriebsphasen, wie beim Wiederanfahren der Reaktoren, ermöglichen Tanks und zugehörige Kreisläufe die Sammlung und Aufbereitung dieses Wassers, damit es wiederverwendet werden kann.

Das Team hat um 16.25 Uhr wieder den Normalzustand der Ventile hergestellt. Der Anstieg des Wasserstands im Behälter konnte damit gestoppt werden. „Dieser Vorfall hatte keine tatsächlichen Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlagen, da das Wasser stets in einem geschlossenen Kreislauf zirkulierte und die Kühlung des Reaktors jederzeit gewährleistet war“, schreibt EDF.

Trotzdem muss in solchen Situationen immer ein Verfahren zur Ermittlung der Ursache gestartet werden – was aber nicht rechtzeitig gemacht worden ist. Der Vorfall wurde daher am 14. August als sicherheitsrelevantes Ereignis der Stufe 1 an die Behörde für nukleare Sicherheit und Strahlenschutz gemeldet. (dr)

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