USA
Zentralbank Fed lässt Leitzins unverändert
Die US-Notenbank hält den Leitzins trotz gestiegener Inflation stabil.
Die Federal Reserve hat den Leitzins nicht erhöht Foto: Saul Loeb/AFP
Die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins unverändert gelassen. Zwei der zwölf zuständigen Fed-Mitglieder stimmten aber wegen der massiv gestiegenen Verbraucherpreise für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt, wie die Notenbank am Mittwoch in Washington mitteilte. Im September hatte die Fed den Leitzins erstmals seit gut drei Jahren erhöht, er liegt seitdem in einer Spanne zwischen 3,75 und 4,0 Prozent. „Die Inflation ist zu hoch“, sagte Warsh auch dieses Mal zur Begründung.
Die Inflationsrate ist in den USA im Iran-Krieg deutlich gestiegen, im September lag sie bei 3,7 Prozent. Die Verbraucherpreise sind ein Hauptthema vor den Kongresswahlen in knapp einer Woche. Dabei droht den Republikanern von Präsident Donald Trump laut Umfragen eine Niederlage.
Fed will weniger oft über Leitzins entscheiden
Die Fed will zudem die Zahl ihrer Leitzinsentscheidungen reduzieren. Fed-Chef Kevin Warsh kündigte am Mittwoch in Washington an, im kommenden Jahr werde es nur noch sieben Abstimmungen über den Zinssatz geben statt bisher acht. Im Jahr 2028 solle die Zahl dann weiter auf sechs sinken.
Warsh sagte, im kommenden Jahr werde sich eine Sitzung des zuständigen Offenmarktausschusses „ausschließlich auf die übergeordnete geldpolitische Strategie konzentrieren“. Er gehe davon aus, dass es im Jahr 2028 dann zwei Sitzungen geben werde, „die der Strategiediskussion gewidmet sind und sechs Sitzungen zur Festlegung der Geldpolitik“.
Warsh seit Mai an der Spitze
US-Präsident Donald Trump hatte Warsh im Mai an der Fed-Spitze installiert, der neue Fed-Chef kündigte damals Reformen an. Trump versucht seit seinem Amtsantritt im Januar 2025, die Zentralbank in die Schranken zu weisen und sie zu einem Zinsschnitt zu bewegen. Auch unter Warshs Leitung beugten sich die Fed-Mitglieder dem Willen des Präsidenten allerdings nicht.