Indopazifik
Wo sich künftig die Geschichte abspielt
Der Streit um den von den USA und Großbritannien vereitelten U-Boot-Deal zwischen Frankreich und Australien wirft ein Schlaglicht auf eine Weltregion, die künftig der geopolitische Hotspot sein wird: der Indopazifik. Gleichzeitig werden die Fronten zwischen den beiden Rivalen in der Region, den USA und China deutlicher gezogen.
Foto: AP/spa/Alex Brandon
Seit der Präsidentschaft von Barack Obama zeichnete sich ab, dass die USA ihr sicherheits- und außenpolitisches Interesse verstärkt in den Pazifikraum verlagern würden. Der Kalte Krieg war längst vorbei, Obama betrachtete den einstigen Rivalen nur noch als „Regionalmacht“, die nur noch „aus Schwäche“ Nachbarstaaten drangsaliert und angreift. Zwischenzeitlich hatte sich China als globale Wirtschaftsmacht etabliert und schickt sich seitdem an, die Region seinen Interessen zufolge umzukrempeln. Kernstück dieser Bemühungen ist die sogenannte „Belt and Road“-Initiative, die wohl bekannter unter der gebräuchlichen Bezeichnung „neue Seidenstraße“ ist. Dem wollen die USA ihr unter Präsident Donald Trump ausgearbeitetes Konzept eines „Free and Open Indo-Pacific“ (FOIP) als Alternative entgegensetzen. Den gleichen Namen hatte bereits einige Jahre vorher der ehemalige japanische Ministerpräsident Shinzo Abe seiner Indopazifik-Strategie gegeben.