Deutschland
Wie Merz und Klingbeil die Geduld mit Brüssel verlieren
Die kriselnde EU-Wirtschaft braucht frische Investitionen und schnellere Genehmigungen – soweit sind sich die EU-Staaten einig. Die 27 Staats- und Regierungschefs haben jedoch unterschiedliche Prioritäten. Und Berlin ist ohnehin genervt.
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz (r.) und sein Vize, Lars Klingbeil, während einer Kabinettssitzung: Für beide ist es offenbar Zeit, andere Methoden in der EU anzuwenden Foto: Tobias Schwarz/AFP
Lars Klingbeil windet sich ein wenig: Nein, sein neu gegründetes Format sei natürlich kein Abgesang auf Europa, sagt der SPD-Finanzminister. Vielmehr gebe es viele in Europa, „die erleichtert sind, dass Deutschland eine Führungsrolle übernimmt“.
Es ist Ende Januar, kurz vor dem Koalitionsausschuss mit der Union im Kanzleramt. Im deutschen Finanzministerium sind die Minister Frankreichs, Italiens, der Niederlande, Polens und Spaniens beim Minister digital zusammengeschaltet. Premiere für das Format der E6 – auf Initiative von Klingbeil und seinem französischen Kollegen.