Laut US-Medien

Washington forderte bei Gesprächen 20 Jahre Pause iranischer Urananreicherung

Die ersten Gespräche zwischen der USA und dem Iran in Pakistan sind gescheitert. US-Vizepräsident Vance nennt das iranische Atomprogramm als Knackpunkt.

US-Vizepräsident JD Vance bei Pressekonferenz nach Treffen mit Vertretern Pakistans und Irans zur Außenpolitik

US-Vizepräsident JD Vance bei der Pressekonferenz nach dem Treffen mit Vertretern Pakistans und des Iran Foto: Jacquelyn Martin/POOL AP/AP/dpa

Die USA haben bei den Verhandlungen mit dem Iran in Pakistan US-Medienberichten zufolge eine 20-jährige Pause der iranischen Urananreicherung gefordert. Washington habe Teheran aufgefordert, zuzustimmen, 20 Jahre lang kein Uran anzureichern, berichtete die Zeitung Wall Street Journal am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf mit den US-iranischen Verhandlungen am Wochenende vertraute Kreise. Im Gegenzug sah der US-Vorschlag demnach eine Lockerung der Sanktionen vor.

Wie die New York Times berichtete, schlug der Iran daraufhin vor, seine nuklearen Aktivitäten fünf Jahre lang auszusetzen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gefordert, dass der Iran sein Atomprogramm vollständig einstellt.

Gespräche zwischen hochrangigen Delegationen beider Länder unter pakistanischer Vermittlung über ein Ende des Iran-Krieges waren am Wochenende ohne Ergebnisse zu Ende gegangen. US-Vizepräsident JD Vance erklärte die Gespräche nach einem 21-stündigen Verhandlungsmarathon für gescheitert. Als Knackpunkt nannte er das iranische Atomprogramm. Trump kündigte daraufhin eine Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus an, die nach US-Angaben am Montagnachmittag in Kraft trat.

Rote Linie

Vance sagte dem Sender Fox News am Montag, die USA hätten dem Iran „sehr klar gemacht, wo unsere roten Linien verlaufen“ – nun sei in den Friedensverhandlungen Teheran am Zug.

Besonders in zwei Punkten habe Trump klar gemacht, „dass wir keinerlei Spielraum haben“, sagte Vance. Diese Punkte seien die US-Kontrolle über das angereicherte Uran des Iran und ein Überprüfungsmechanismus, um sicherzustellen, dass Teheran in Zukunft keine Atomwaffe entwickelt. „Es ist das eine, wenn die Iraner sagen, sie werden keine Atomwaffe besitzen“, sagte der US-Vize. „Es ist etwas anderes, wenn wir einen Mechanismus schaffen, der sicherstellt, dass das nicht passieren wird.“

Der Iran hatte zuvor eine Einschränkung seines Atomprogramms abgelehnt und beharrt auf seinem Recht, Uran für zivile Zwecke anzureichern. Der Westen wirft dem Iran vor, Atomwaffen anzustreben. Teheran weist ein derartiges Vorhaben zurück.

1 Kommentare
Manfred Reinertz Barriera 14.04.202610:38 Uhr

Das heißt also, in 20 Jahren dürfen sie wieder an einer Atombombe rumbasteln? Aber die USA und Israel dürfen weitere Atombomben bauen.......

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