Analyse von außen

Was ein Klimaabkommen zwischen China und der EU für die Welt bedeuten könnte

In der Regel hört man zwei Geschichten über China und den Klimawandel. Die erste besagt, dass China bei den Treibhausgasemissionen weltweit führend ist, da es immer mehr Kohlekraftwerke baut. Die zweite besagt, dass China weltweit führend bei der Entwicklung sauberer Technologien ist, die es allen Ländern ermöglichen werden, ihre Volkswirtschaften zu weitaus geringeren Kosten zu dekarbonisieren, als dies noch vor fünf oder zehn Jahren möglich schien.

Ein Arbeiter fertigt in einer Fabrik in der Provinz Jiangsu Teile für Windkraftanlagen. 2024 hat China rund 400 Gigawatt an Solar- und Windenergie installiert – mehr als die Hälfte der weltweiten Gesamtleistung.

Ein Arbeiter fertigt in einer Fabrik in der Provinz Jiangsu Teile für Windkraftanlagen. 2024 hat China rund 400 Gigawatt an Solar- und Windenergie installiert – mehr als die Hälfte der weltweiten Gesamtleistung. Foto: AFP/China OUT

Beides stimmt, und die öffentliche Politik in China und der übrigen Welt muss diese Realität widerspiegeln. Im Jahr 2022 lagen Chinas Treibhausgasemissionen bei 15,7 Gigatonnen, also weit über den sechs Gigatonnen der USA oder den 3,6 Gigatonnen der Europäischen Union. Auch wenn diese absoluten Zahlen Chinas viel größere Bevölkerung widerspiegeln, liegen Chinas Pro-Kopf-Emissionen mit elf Tonnen weit über denen der EU (8,1 Tonnen) und des Vereinigten Königreichs (6,3 Tonnen); zudem sind die beiden Letztgenannten auf dem besten Weg, ihre Emissionen bis 2040 auf unter zwei Tonnen pro Kopf zu senken.

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