Deutschland
Wagenknecht bittet Weidel um Duell – und blitzt ab
Sahra Wagenknecht hoffte auf eine gemeinsame Bühne mit Alice Weidel im Wahlkampf. Die AfD-Chefin ließ die Anfrage ins Leere laufen – mit einem Hinweis auf die Fünf-Prozent-Hürde.
AfD-Chefin Alice Weidel (l.) und Sahra Wagenknecht vom BSW im Oktober 2024 Foto: Kay Nietfeld/dpa
Alice Weidel und Sahra Wagenknecht trafen vor der Bundestagswahl 2025 bei TV-Duellen aufeinander. Nun, vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, sucht Wagenknecht erneut die gemeinsame Bühne mit Weidel – und stößt auf Ablehnung.
Die Vorsitzenden der Wagenknecht-Partei BSW, Fabio De Masi und Amira Mohamed Ali, sowie Generalsekretär Oliver Ruhnert wandten sich in einem Brief vom 26. Juni an das AfD-Spitzenduo Alice Weidel und Tino Chrupalla. Darin schlagen sie „eine kontroverse Debatte auf einem großen Marktplatz im Osten der Republik zwischen den bekanntesten Gesichtern zweier Parteien, die aus unterschiedlichen Gründen vom Mainstream bekämpft werden“ vor. Weiter heißt es in dem Schreiben, das dem Tageblatt vorliegt: „Eine solche Debatte würde es ermöglichen, jenseits der bekannten Wahlformate, in denen unsere Spitzenkandidaten in den Ländern aufeinandertreffen, die politische Debatte mit zwei Frauen, die Hallen und Marktplätze füllen, wieder in die Mitte der Gesellschaft zu holen.“ Als Austragungsorte bietet das BSW der AfD eigene Wahlkampfbühnen an, konkret Veranstaltungen in Magdeburg und Schwerin im September.