Spanien

Mehr als eine Million illegale Einwanderer wollen Aufenthaltspapiere

Während die EU Grenzkontrollen verschärft, Asylverfahren beschleunigt und mehr abgelehnte Migranten abschieben will, setzt Spanien ein anderes Signal: Mehr als eine Million bislang irregulär im Land lebende Einwanderer haben im Zuge eines staatlichen Regularisierungsprogramms einen Antrag auf Legalisierung ihres Aufenthalts gestellt.

Alt-Tag: Spanische Wirtschaft profitiert von Zuwanderern, die wichtige Arbeitskräfte und Wachstumstreiber sind

Die spanische Wirtschaft ist auf die Zuwanderer angewiesen Foto: AFP/Miguel Riopa

Damit fällt das Echo auf diese Kampagne größer aus als erwartet. Als die Mitte-links-Regierung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez Anfang 2026 das Verfahren ankündigte, war noch von ungefähr einer halben Million möglicher Antragsteller die Rede. Wie viele der eingereichten Anträge am Ende anerkannt werden, steht allerdings noch nicht fest.

Bewerben konnten sich Ausländer ohne gültige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, die bereits vor dem 1. Januar 2026 in Spanien lebten, zu diesem Zeitpunkt einen mindestens fünfmonatigen Aufenthalt nachweisen können und nicht vorbestraft sind. Die Antragsfrist endete am 30. Juni.

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