250 Jahre
Super-Power, Super-Schulden – was die Wirtschaftsmacht USA ausmacht
Woher kommt die wirtschaftliche Macht der USA und was bleibt davon? Wie problematisch ist die enorme Verschuldung für die USA und die Welt? Bleibt der Dollar die Leitwährung?
Die Wall Street, das kapitalistische Herz der USA und Sinnbild der US-Wirtschaftsmacht: Der Koloss steht jedoch auf einem stets wachsenden Schuldenberg Foto: Michael M. Santiago/Getty Images via AFP
Die USA sind die größte Volkswirtschaft der Welt, Heimat der mächtigsten Konzerne und der Erfinder der Künstlichen Intelligenz. Doch am Anfang der Super-Wirtschaftsmacht stehen gleich zwei Ursünden. Und in der Zukunft drohen die gigantischen Schulden zu einem globalen Problem zu werden. Am 4. Juli werden die Vereinigten Staaten von Amerika 250 Jahre alt.
Die Ursünden: Zum Beginn des wirtschaftlichen Aufstiegs steht ein gewaltiger Landraub. Die Kolonisten, die aus Europa kamen, taten so, als sei Amerika ein leeres Land, und nahmen sich, was sie wollten. Hunderttausende Indianer starben wenn nicht an den eingeschleppten Krankheiten der Europäer, dann in den Kriegen um die „Frontier“, die Grenze, die diese immer weiter nach Westen verschoben. Das war ebenso wenig mit den großen Freiheitsversprechen der Unabhängigkeitserklärung zu vereinbaren wie die Sklaverei. Die Kolonisten importierten Menschen aus Afrika wie Waren und versklavten sie auf ihren Plantagen, vor allem im Süden der USA. Mit der Einführung der „Cotton Gin“, einer Maschine, die die lästigen Samen aus den Baumwollfasern holte, wurde die Sklavenwirtschaft auch noch effizient und verfestigte sich. Erst am Ende des Bürgerkriegs 1865 wurde die Sklaverei abgeschafft, bis zur formalen Gewährung aller Bürgerrechte dauerte es bis 1964.