Bosnien

Umbenennung statt Vergangenheitsbewältigung: Srebrenica und die Erinnerung an den Völkermord

Die dunkle Vergangenheit von Bosniens stiller Stadt mit dem Kainsmal lässt sich nicht auswischen: Um die Erinnerung an den 1995 in Srebrenica an über 8.000 muslimischen Bosniaken begangenen Völkermord zu tilgen, plädieren Politiker der bosnischen Serben nun für eine Umbenennung des Ortes.

Präsident der bosnischen Serben: Milorad Dodik bei einer Pressekonferenz, in der er den Genozid von Srebrenica leugnete

Präsident der bosnischen Serben: Milorad Dodik bei einer Pressekonferenz, in der er den Genozid von Srebrenica leugnete Foto: Elvis Barukcic/AFP

Die verlorene Abstimmung bei der kürzlich verabschiedeten UN-Resolution zum 1995 begangenen Völkermord in Srebrenica lässt die Genozidleugner und die Führung der bosnischen Serben nicht ruhen. „Wegen aller Lügen“, die über Srebrenica verbreitet würden, hätten „unsere Leute dort“ eine Initiative zur Umbenennung der Kommune gestartet, verkündete vergangene Woche Bosniens Milorad Dodik, der Präsident des Teilstaats der Republika Srpska, gegenüber dem serbischen TV-Sender Happy.

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