Nahost-Konflikt
Trumps Friedensplan verlangt Zugeständnisse von beiden Parteien – der Ball liegt bei der Hamas
Der Friedensplan des US-Präsidenten Donald Trump für den Gazastreifen findet international weitgehende Unterstützung. Nun wird es jedoch darauf ankommen, ob die radikalislamistische palästinensische Terrororganisationen Hamas dem Vorhaben zustimmt und damit den Weg für einen sofortigen Frieden im Gazastreifen freimacht.
US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu verlassen am Montag den „State Dining Room“ im Weißen Haus, nachdem sie den Friedensplan für den Gazastreifen vorgestellt hatten Foto: Jim Watson/AFP
Der US-Präsident sparte wie gewöhnlich nicht mit Superlativen, als er am Montag „Donald Trumps Vorschlag für den Gazastreifen im September 2025“ im Weißen Haus vorstellte. Rund eine halbe Stunde lang redete Trump neben Benjamin Netanjahu darüber, wie nun „nach Jahrhunderten“ der Gewalt der „ewige Frieden“ in die Region zurückkehren werde. Zwar hatte der israelische Regierungschef zu dem Zeitpunkt dem 20 Punkte umfassenden Plan bereits zugestimmt und sich auf Drängen seines Gastgebers beim katarischen Premierminister, Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, für den israelischen Luftangriff auf Hamas-Vertreter in Katar entschuldigt. Doch anders als zu befürchten war, ist Trumps Plan keineswegs ein einseitig zugunsten Israels ausgerichtetes Papier. Beide Seiten müssen Zugeständnisse machen.