Analyse von außen
Trump oder die Selbstzerstörung einer Supermacht
Donald Trump scheint wild entschlossen zu sein, im nordatlantischen Raum keinen Stein auf dem anderen zu lassen. Das Ende des transatlantischen Westens nimmt er dabei in Kauf! Wozu das alles? Trump und die Seinen scheinen zu glauben, dass Bündnisse, wie die NATO, Amerika schwächen und „Amerika allein“ zu dessen wahrer Größe führen wird.
Donald Trump und seine imperialen Weltherrschaftsfantasien Foto: AFP/Saul Loeb
Wenn man die Politik des 47. Präsidenten der USA seit einem Jahr betrachtet, könnte man zu dem Schluss gelangen, dass er eine Politik der Selbstschwächung der Supermacht betreibt. Gefährdung von Demokratie und Rechtsstaat im Innern, neue De-facto-Bündnisse mit autoritären imperialen Herrschern wie Putin in Russland, eine Weltordnung der Imperien, ausschließlich machtgestützt ohne verbindliche Regeln und multinationale Institutionen, und die Zerstörung altbewährter Bündnisse finden sich in Trumps Programm.