Iran-Krieg

Trump droht: USA „noch lange nicht fertig“ mit Teheran

Nach neuen US-Angriffen im Iran und Gegenangriffen Teherans wächst die Angst vor einer weiteren Eskalation in dem Krieg.

Bewaffnete Unterstützer der Huthi-Miliz sind bereit, sich in den Konflikt einzumischen

Bewaffnete Unterstützer der Huthi-Miliz sind bereit, sich in den Konflikt einzumischen Foto: Mohammed Huwais/AFP

US-Präsident Donald Trump drohte am Mittwoch mit Angriffen auf Brücken und Kraftwerke im Iran, und zwar jedes Mal, wenn der Iran Schiffe in der Straße von Hormus attackiert. Zuvor hatte die US-Armee die elfte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen.

Trump hatte am Dienstag neue massive Angriffe auf den Iran angekündigt. Die USA seien mit Teheran „noch lange nicht fertig“, sagte er in Washington. Am Mittwoch drohte er erneut mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Iran. „Jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran in der Straße von Hormus auf ein Schiff schießt (...), werden die Vereinigten Staaten eine Brücke oder ein Kraftwerk bombardieren und zerstören“, schrieb er in Online-Netzwerken.

Zuvor hatte die US-Armee in der Nacht zahlreiche Ziele im Iran angegriffen. Iranische Medien berichten unter anderem von Attacken auf die Insel Larak, die in der Nähe der strategisch wichtigen Straße von Hormus liegt. Auch in der Hauptstadt Teheran wurde nach Angaben der Staatsmedien die Luftabwehr aktiviert. Die iranische Hauptstadt war seit Monaten nicht mehr attackiert worden.

Mehrere Länder in der Region berichteten über iranische Luftangriffe. Die jordanische Armee erklärte, vier iranische Raketen und vier Drohnen abgeschossen zu haben. Zwei weitere Raketen seien in unbewohntem Gebiet niedergegangen. Luftalarm und Explosionen waren auch in der bahrainischen Hauptstadt Manama zu hören.

Der Krieg wird für die USA immer teurer

Pakistan, das in dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran vermittelt, erklärte derweil, es sei „zutiefst besorgt“ über Versuche der jemenitischen Huthi-Miliz, Saudi-Arabien weiter in den Krieg hineinzuziehen. Die jemenitische Huthi-Miliz, die vom Iran unterstützt wird, hatte am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt. Die Huthis hatten bereits früher versucht, die Meerenge von Bab-al-Mandab am südlichen Ende des Roten Meeres zu blockieren. Der saudi-arabische Hafen Yanbu am Roten Meer ermöglicht es Saudi-Arabien, Öl zu exportieren, ohne die Meerenge von Hormus passieren zu müssen.

Dabei wird der Krieg für die USA immer teurer. Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzte die bisherigen Kosten in einer Senatsanhörung am Dienstag auf 37,5 Milliarden Dollar (knapp 33 Milliarden Euro). Zugleich verteidigte er die beantragten zusätzlichen 67 Milliarden Dollar für das Pentagon. Das neue Geld sei „dringend“ notwendig, um die Kosten für den Iran-Krieg bis Ende September zu decken.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Handel

USA gehen bei Zöllen wieder in die Offensive

Analyse von Joschka Fischer

Der Kampf um den ersten Platz in der neuen Weltordnung