Linksliberalismus

Trudeaus Ende: Gründe für das politische Scheitern 

Justin Trudeaus Rücktritt überraschte niemanden mehr. Die linke New Democratic Party (NDP) hatte der Minderheitsregierung des liberalen Premierministers im Unterhaus des Parlaments von Ottawa das Vertrauen entzogen. Seitdem hat Trudeaus Regierung kein Gesetz mehr durchgebracht. Ihr Scheitern hat viele Gründe und ist ein Beispiel für die weltweite Krise der Linksliberalen.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau kündigt am 6. Januar seinen Rücktritt an. Er sagt, er wolle seine Amtsgeschäfte weiterführen, bis die liberale Regierungspartei einen neuen Anführer hat. 

Kanadas Premierminister Justin Trudeau kündigt am 6. Januar seinen Rücktritt an. Er sagt, er wolle seine Amtsgeschäfte weiterführen, bis die liberale Regierungspartei einen neuen Anführer hat.  Foto: Dave Chan/AFP

Neben der konservativen Opposition hatten selbst Dutzende Liberale dem einst so beliebten Justin Trudeau das Vertrauen entzogen und sich für seinen Rücktritt ausgesprochen. Die NDP erklärte, sie würde in einem Misstrauensvotum gegen den 53-Jährigen stimmen, ebenso wie die Konservative Partei und der separatistische Bloc Québécois. Gegen die Liberalen schlug der Konservativen-Parteichef Pierre Poilievre populistische Töne an. Er erweist sich nicht nur als Hardliner in der Bekämpfung der Kriminalität und lobt den „ultraliberalen“ argentinischen Präsidenten Javier Milei als Vorbild im Bürokratieabbau. Im Gegensatz zum designierten US-Staatschef Donald Trump spricht er sich für Migration aus.

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