Spanien
Touristen werden stärker überwacht
Hoteliers, Reiseagenturen und Datenschützer waren auf die Barrikaden gegangen. Sie hatten davor gewarnt, dass mit dem neuen Meldegesetz in Spanien der „gläserne Tourist“ eingeführt werde. Die Hotels sollten den Sicherheitsbehörden sogar Telefon, E-Mail und Kreditkartendaten ihrer Gäste übermitteln. Nun machte Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska einen kleinen Rückzieher: Das neue elektronische Touristenregister startete zwar Anfang Dezember, aber zunächst nur mit jenen Urlauber-Basisdaten, die auch im Ausweis oder Reisepass stehen.
Wie lange werden die digitalen Spuren der Urlauber im neuen Reiseregister gespeichert? Das ist nur eine der Fragen, die sich stellen. Foto: dpa/Clara Margais
Wie das Innenministerium und die Dachverbände der Tourismusindustrie mitteilten, findet die geplante Ausweitung der Datenerfassung zunächst nicht statt. Am 2. Dezember ging jetzt lediglich das neue zentrale Register aller Reisenden in Betrieb, in das aber nur die bisher ohnehin erhobenen Urlauberdaten eingespeist werden. Bei diesen Daten handelt es sich vor allem um Name, Geburtsdatum, Nationalität und Ausweisnummer.