Iran-Krieg
Teheran stellt Öffnung von Straße von Hormus binnen zwei Tagen in Aussicht
Die Öffnung ist jedoch an Bedingungen gekoppelt, bei denen es fraglich ist, ob US-Präsident Trump bereit ist, ihnen zuzustimmen.
Vereinigte Arabische Emirate, Dubai: Ein Frachtschiff fährt im Persischen Golf in Richtung der Straße von Hormus Foto: Altaf Qadri/AP/dpa
Im Ringen um ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran die Öffnung der Straße von Hormus binnen zwei Tagen in Aussicht gestellt, falls die USA den iranischen Bedingungen zustimmen. Über Vermittler sei Washington mitgeteilt worden, dass es möglich wäre, „die Sicherheit in der Straße von Hormus wiederherzustellen und den Verhandlungsprozess innerhalb kurzer Zeit wieder aufzunehmen“, sagte Außenministeriumssprecher Esmail Bakaei am Montag.
Ursprünglich hatte der Iran einen Sieben-Tage-Plan zur Öffnung der strategisch wichtigen Meerenge vorgeschlagen. Die mögliche Umsetzung innerhalb von 48 Stunden sei „ein weiterer Hinweis auf den guten Willen Irans“, betonte Bakaei. Zu den iranischen Forderungen zählen ein Ende der Kämpfe, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie die Aufhebung der Sanktionen gegen den Ölsektor sowie der US-Seeblockade.
Chance für Diplomatie
Die Straße von Hormus ist enorm wichtig für den weltweiten Handel mit Öl und Gas. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat Teheran die Meerenge weitgehend blockiert und greift dort regelmäßig Schiffe an. Die USA verhängten im Gegenzug eine Seeblockade iranischer Häfen.
Teheran hatte zuletzt mitgeteilt, Gespräche über einen Fahrplan zur Beendigung des Krieges mit den USA und Israel und einer Öffnung der Straße von Hormus führen zu wollen. Die Regierung in Teheran gebe „der Diplomatie weiterhin eine Chance“ und sei „in engem und andauerndem Kontakt mit den Vermittlern“, erklärte Außenminister Abbas Araghtschi vor wenigen Tagen. Bakaei bestätigte am Montag den Austausch von Nachrichten über Vermittler.