Frankreich

TGV kracht in Pas-de-Calais in Laster – Lokführer stirbt

In Nordfrankreich ist ein TGV mit einem Lastzug zusammengestoßen. Der Lokführer stirbt, 13 Reisende werden verletzt. Was über den Unfall bei Nœux-les-Mines bekannt ist.

Polizisten auf Straße in Bully-les-Mines, Pas-de-Calais, Nordfrankreich, 7. April 2026, Sicherheitskontrolle

Polizisten stehen am 7. April 2026 in Bully-les-Mines im Departement Pas-de-Calais in Nordfrankreich auf einer Straße Foto: AFP

Ein TGV-Schnellzug mit rund 250 Reisenden ist in Nordfrankreich mit einem Lastzug zusammengestoßen und entgleist. Laut vorläufiger Polizeiangaben kam der Lokführer ums Leben und 13 Reisende wurden verletzt, zwei davon schwer, wie der Sender TF1 berichtete. Nach dem Unglück zwischen Béthune und Lens werde er zusammen mit Bahnchef Jean Castex zum Unfallort kommen, kündigte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot an. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Zu dem Unglück kam es auf einem Bahnübergang in der Ortschaft Nœux-les-Mines abseits des Hochgeschwindigkeitsnetzes der französischen Bahn. Dort war der TGV, der sich auf dem Weg von Dunkerque nach Paris befand, mit dem Tempo eines gewöhnlichen Zuges unterwegs. Wie die Zeitung „La Voix du Nord“ berichtete, kollidierte der Zug um kurz vor 7.00 Uhr mit dem Anhänger eines Lastzuges, der Armeefahrzeuge transportierte. Der Fahrer des Lastzuges sei in Polizeigewahrsam genommen worden.

Auf Fotos, die ein Verantwortlicher der Bahngewerkschaft teilte, war der schwerbeschädigte und aus den Gleisen gesprungene Triebkopf des Zuges zu sehen. Vor einer Woche erst sei auf einem Bahnübergang ein Schwertransport für die Armee stecken geblieben, meinte der Gewerkschafter.

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