Luftverkehr

Südkorea überprüft nach tödlichem Flugzeugunglück Boeing-Maschinen

Nach dem tödlichen Flugzeugunglück in Südkorea mit einer Boeing 737-800 hat die Regierung eine „umfassende Prüfung“ aller Flugzeuge dieser Bauart im Land angeordnet. Die Wartungsprotokolle wichtiger Bauteile wie Motoren und Fahrwerke von 101 Flugzeugen sechs verschiedener Fluggesellschaften würden untersucht, erklärte am Montag der stellvertretende Minister für zivile Luftfahrt, Joo Jong-wan. Zugleich begann eine einwöchige Staatstrauer für die 179 Todesopfer des Unglücks.

Rettungsteams sind immer noch an der Unglücksstelle im Einsatz 

Rettungsteams sind immer noch an der Unglücksstelle im Einsatz  Foto: AFP

Zur Prüfung der Boeing-Maschinen reisten Vertreter der US-Flugsicherheit sowie des Herstellers nach Südkorea. Der Überprüfungsprozess solle bis zum 3. Januar abgeschlossen sein, kündigte Joo an. Am Sonntag war eine aus Thailand kommende Maschine der südkoreanischen Billigfluglinie Jeju Air auf dem Flughafen Muan im Südwesten des Landes verunglückt. Die Boeing 737-800 war bei einer versuchten „Bauchlandung“ ohne ausgefahrenes Fahrwerk von der Landebahn abgekommen, gegen eine Mauer geprallt und hatte Feuer gefangen. 179 der 181 Insassen kamen ums Leben. Nur zwei Besatzungsmitglieder konnten lebend aus dem Wrack geborgen werden. Es handelte sich um die schlimmste Flugzeugkatastrophe in der Geschichte Südkoreas.

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