Schwer verletzt
Russischer Generalleutnant in Moskau niedergeschossen
Ein russischer Generalleutnant kommt nach einem Angriff in Moskau ins Krankenhaus. Ermittler sprechen von einem Mordversuch.
Die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz erstrahlt in der Nachmittagssonne zwischen dem Historischen Museum der Stadt Moskau (l) und dem Lenin-Mausoleum (r) Symbolfoto: Ulf Mauder/dpa
In Moskau wurde nach Behördenangaben ein Attentat auf einen hochrangigen russischen Militär verübt. Generalleutnant Wladimir Alexejew sei in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das russische Ermittlungskomitee mit. Ein Unbekannter habe mehrfach geschossen und sei anschließend geflohen. Alexejew ist erster stellvertretender Chef des Militärgeheimdienstes GRU. Medienberichten nach ist er schwer verletzt.
Der Vorfall ereignete sich demnach in einem Wohnhaus in der russischen Hauptstadt. Die Behörden haben ein Strafverfahren unter anderem wegen versuchten Mordes eingeleitet.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die Ukraine für die Schüsse verantwortlich gemacht. „Dieser Terroranschlag bestätigt einmal mehr die Ausrichtung des Regimes von (Präsident Wolodymyr) Selenskyj auf ständige Provokationen, die darauf abzielen, den Verhandlungsprozess zum Scheitern zu bringen“, sagte Lawrow am Freitag im russischen Fernsehen mit Blick auf die Verhandlungen zu einem Ende der Kämpfe in der Ukraine.
Es ist nicht das erste Mal, dass hochrangige russische Militärs zur Zielscheibe von Attentaten werden. Im April 2025 kam Generalleutnant Jaroslaw Moskalik durch die Explosion einer Autobombe ums Leben. Im Dezember 2024 war mit Igor Kirillow der Chef der russischen ABC-Abwehrtruppen ebenfalls durch einen Bombenanschlag getötet worden. Der ukrainische Geheimdienst bekannte sich zu der Tat. Russland hat die Anschläge als Terrorismus und als Zeichen dafür, dass Kiew nicht an einem Frieden interessiert sei, verurteilt.