Geschichte
Römischer Kaiser mit griechischen Affinitäten – Vor 1.950 Jahren wurde Hadrian geboren
Die römische Kultur prägt Europa bis heute. Zu ihren bedeutendsten Gestaltern zählt Kaiser Hadrian, der nicht auf Expansion, sondern auf Stabilität, Reformen und kulturellen Austausch setzte. Als reisefreudiger Herrscher hinterließ er im gesamten Reich bleibende Spuren.
Der römische Kaiser Hadrian setzte auf Stabilität, nicht auf Expansion Illustration: Tageblatt/Kim Kieffer
Noch immer fasziniert die römische Kultur. Nicht nur in unseren Regionen ist sie allenthalben spür- und sichtbar. Imposante Bauten wie das Kolosseum in Rom, die Porta Nigra in Trier oder der Pont du Gard nahe Nîmes sind Zeugen des riesigen Römischen Reiches, das jahrhundertelang seine Dominanz über drei Kontinente ausübte. Einflussreiche Kaiser trugen zu diesem stabilen Gerüst bei. Der am 24. Januar 76 in Italica geborene Publius Aelius Hadrianus, später als Hadrian bekannt, gilt als einer der erfolgreichsten Führer der römischen Weltmacht, obwohl er, entgegen vieler seiner Homologen, eine Ausweitung des Reiches nicht als Priorität ansah. Vielmehr versuchte er, die Grenzen zu festigen. In dem Sinne ließ er zum Beispiel die berühmte 73 Meilen (ca. 117 Kilometer) lange Mauer Vallum Aelium in Nordengland errichten, die noch heute besichtigt werden kann. Die Bauzeit soll etwa sechs Jahre gedauert haben.