Deutschland
Regierungspartei auf Selbstfindung: Die SPD sucht einen neuen Markenkern
Mehr Agenda-Kurs à la Schröder wagen? Oder lieber nah bei Bürgergeld-Empfängern und Bedürftigen bleiben? Die SPD muss sich entscheiden und ringt mit sich. Dabei kommt es in den aktuellen Umbrüchen sehr auf die Sozialdemokraten an. Viel Zeit bleibt also nicht für Selbstfindung.
Die SPD-Ko-Vorsitzenden Bärbel Bas (l.) und Lars Klingbeil müssen bei der Klausursitzung der SPD-Bundestagsfraktion eine Richtung vorgeben, wie es künftig weitergeht Foto: dpa/Annette Riedl
Tim Klüssendorf übt sich am Montagmittag im Willy-Brandt-Haus im Spagat. Leicht fällt es dem SPD-Generalsekretär nicht. Der übrigen Parteiführung geht es dabei nicht besser. Auch die Parteivorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil versuchen dieser Tage das eigentlich Unmögliche: einerseits Regierungspartei sein und mehr Gemeinsamkeiten mit der Union suchen und sich andererseits als selbstbewusste, aber extrem schwächelnde SPD neu zu finden, um aus der Krise herauszukommen und das angestaubte Programm zu renovieren.