Portugal

Rechtspopulist Ventura erzwingt historische Stichwahl

Erstmals erreicht ein Rechtsaußen-Kandidat in Portugal die zweite Runde der Präsidentschaftswahl. André Venturas Erfolg markiert einen dramatischen Rechtsruck in einem Land, das bislang als immun gegen Rechtspopulismus galt. Jetzt entscheidet die Stichwahl am 8. Februar.

André Ventura, Rechtsaußen-Politiker, bei historischer Stichwahl in Portugal mit entschlossenem Blick

André Ventura, selbsternannter „Anti-Establishment“-Politikers, hegt offen Sympathien für Donald Trump Foto: AFP

In Portugal haben am Sonntag rund elf Millionen Wahlberechtigte über die Nachfolge des scheidenden Staatspräsidenten Marcelo Rebelo de Sousa abgestimmt. Die Prognosen sagen einen scharfen Rechtsruck voraus: Nach einer Erhebung des als sehr zuverlässig geltenden Fernsehsenders RTP erhielt André Ventura am Sonntag zwischen 20 und 24 Prozent der Stimmen. Demnach kam er auf Platz zwei hinter Antonio José Seguro von der sozialdemokratisch orientierten Sozialistischen Partei (PS). Andere Medien hatten ähnliche Zahlen. Ein Erfolg des selbsternannten „Anti-Establishment“-Politikers, der offen Sympathien für Donald Trump zeigt, würde den rasanten Aufstieg der extremen Rechten in Portugal weiter befeuern – in einem Land, das lange als immun gegen Rechtspopulismus galt.

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