Südosteuropa
Rechts- und Oppositionsparteien im Südosten im Aufwind
Auch im Südosten des Kontinents wurde der Lockruf der Urnen nur bedingt erhört: Die gleichzeitige Ansetzung der Europawahl mit den Parlamentswahlen (Bulgarien), Kommunalwahlen (Rumänien und Ungarn) oder mit Volksabstimmungen (Slowenien) sollte auch dazu dienen, die traditionell sehr niedrige Beteiligung in Südosteuropa zu verbessern – mit unterschiedlichem Erfolg.
Menschen wählen in Europa Symbolbild: Editpress-Archiv/Vadim Ghirda/AP/dpa
Im wahlermatteten Bulgarien wurde die Europawahl von einer erneuten Parlamentswahl überschattet – der sechsten in den letzten drei Jahren. Die ersten am Sonntagabend veröffentlichten Exitpolls sahen bei beiden Urnengängen die rechte Gerb-Partei von Ex-Premier Bojko Borissow mit 27,1 Prozent klar vorn: Wie bisher könnten damit der Gerb vermutlich sechs von Bulgariens 17 Europamandaten zufallen. Als zweitstärkste Kraft im Balkanstaat hat sich das liberale Antikorruptionsbündnis PP-DB trotz Einbußen mit 14,8 Prozent behauptet.