Austritt aus Ottawa-Konvention

Polen vermint die Grenze zu Russland

Polen ist am Freitag aus der UNO-Konvention von Ottawa ausgetreten, die den Einsatz von Anti-Personenminen verbietet. Den gleichen Schritt hatte im Januar schon Finnland vollzogen, das mit 1.300 Kilometern die längste Grenze zu Russland hat. Beide NATO-Staaten wollen mit dem international wenig populären Schritt die Freiheit gewinnen, sich besser gegen eine mögliche russische Invasion zu schützen.

Zwei finnische Soldaten verlegen Anti-Personenminen bei militärischem Manöver im Wald

Zwei finnische Soldaten verlegen während eines Manövers Anti-Personenminen Foto: AFP/Alessandro Rampazzo

Die drei kleinen Baltenstaaten Estland, Lettland und Litauen sind bereits Ende 2025 mit der gleichen Begründung aus der „Konvention von Ottawa“ ausgetreten, für die nach dem Zerfall der Sowjetunion die britische Prinzessin Diana jahrelang publikumswirksam geworben hatte. Außer diesen fünf Staaten hat bisher niemand die Konvention aufgekündigt. Die Ukraine hatte sie indes nach der Invasion durch die russische Armee einstweilen suspendiert.

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