Krisensitzung

Polen: Festnahme nach geplantem Anschlag auf Tusk

Hinweise auf einen möglicherweise geplanten Anschlag auf den Regierungschef und den Verteidigungsminister sorgen in Polen für Alarm. Es gibt eine Krisensitzung – und dann eine Festnahme.

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk (links) und der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk (links) und der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz Foto: Wojtek Radwanski/AFP

Nach einem geplanten Anschlag auf den polnischen Regierungschef Donald Tusk hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Dies gab Innenminister Marcin Kierwinski am Sonntagnachmittag auf X bekannt.

Der Mann sei in Niederschlesien festgenommen worden, sagte der Sprecher des Geheimdienstkoordinators, Jacek Dobrzynski. Tusk selbst dankte in einem X-Post den Polizisten für ihr schnelles und entschlossenes Handeln.

Zuvor hatten die Sicherheitsbehörden zudem Hinweise, dass auch Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz ein Ziel sein könnte. Man habe die Wahrscheinlichkeit, dass die Anschlagsdrohungen wahr gemacht würden, als sehr hoch eingeschätzt, sagte der Sprecher des Geheimdienstkoordinators, Jacek Dobrzynski, laut der Nachrichtenagentur PAP. „Wir nehmen das todernst.“ Daher habe man umgehend ein Krisentreffen anberaumt.

Tusk erfuhr am Sonntagmorgen von der Gefahr

Regierungssprecher Adam Szlapka sagte dem Sender TVN24, Tusk sei am frühen Sonntagmorgen informiert worden. „Dieses Signal war wesentlich beunruhigender als ähnliche Signale in der Vergangenheit.“ Der Regierungschef habe aber normal weitergearbeitet.

Das EU- und Nato-Land Polen ist ein wichtiger westlicher Verbündeter der von Russland angegriffenen Ukraine. Es fühlt sich auch selbst von Moskau bedroht und rüstet deshalb deutlich auf.

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