USA beteiligt
Oppositionspolitikerin Machado kehrt nach Venezuela zurück
US-Außenminister Marco Rubio hat die Rückkehr der venezolanischen Oppositionspolitikerin María Corina Machado aus dem Exil auf von Washington unterstützte Gespräche über die politische Zukunft des Landes zurückgeführt.
María Corina Machado hatte im Dezember vergangenen Jahres heimlich das Land verlassen Foto: Martin Bernetti/AFP
Die Voraussetzungen für ihre sichere Heimkehr seien „das direkte Ergebnis der von den USA unterstützten Versöhnungsgespräche“, erklärte Rubio am Sonntag in Onlinediensten. Im Zuge dieser Gespräche seien bereits hunderte politische Gefangene freigekommen und hunderte Oppositionelle aus dem Exil zurückgekehrt.
Auch die an den Verhandlungen beteiligte venezolanische Opposition begrüßte Machados „Rückkehr in Freiheit“. Ihre Heimkehr sei ein Ergebnis der unter US-Unterstützung geführten Gespräche mit der Übergangsregierung, erklärte die Leiterin der Oppositionsdelegation, Dinorah Figuera, im Onlinedienst X.
Die Friedensnobelpreisträgerin Machado hatte am Sonntag nach knapp einem Jahr im Exil ihre Rückkehr nach Venezuela bekannt gegeben. „Ich bin hier. Bei euch“, schrieb sie auf X. Nach Angaben ihres Presseteams nahm sie bereits an einer Veranstaltung mit Anhängern im Bundesstaat Lara teil.
Machado hatte Venezuela im Dezember vergangenen Jahres heimlich verlassen, um zur Verleihung des Friedensnobelpreises nach Oslo zu reisen. Im Januar 2026 überreichte Machado ihre Nobelpreis-Medaille schließlich in Washington dem US-Präsidenten Donald Trump, der die Auszeichnung zuvor wiederholt für sich reklamiert hatte. Trump machte sich in der Folge aber offenbar dennoch nicht dafür stark, dass Machado in ihrem Land eine führende Rolle übernimmt.
Präsidentschaftswahl im Gespräch
Vor ihrer Ausreise aus Venezuela war Machado seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl 2024 untergetaucht gewesen. Damals hatten ihr die venezolanischen Behörden eine Kandidatur untersagt.
Anfang Januar nahmen US-Soldaten Venezuelas langjährigen Staatschef Nicolás Maduro gefangen und brachten ihn in die USA. Machado lobte den riskanten Einsatz.
Seither führt dessen frühere Stellvertreterin Delcy Rodríguez die Regierung in Caracas. Ende August begannen Vertreter der Regierung und der Opposition Gespräche über die politische Zukunft des Landes und die Abhaltung von Präsidentschaftswahlen. Machado war daran nicht beteiligt.