Angespannte Lage an der Straße von Hormus
Ölpreise legen zu nach Einbruch am Vortag
Nach dem Preissturz am Mittwoch steigen die Ölpreise wieder. Die angespannte Lage an der Straße von Hormus sorgt weiter für Unsicherheit an den Märkten.
Der Rohöltanker „Scott Spirit“ unter der Flagge der Bahamas liegt an der Tankerlöschbrücke im Hafen von Wilhelmshaven (D) Foto: Lars Penning/dpa
Die Ölpreise steigen nach dem Einbruch am Mittwoch wieder leicht. Die Waffenruhe im Iran-Krieg scheint brüchig, und die für den Transport von Öl und Gas besonders wichtige Meerenge, die Straße von Hormus, bleibt für die meisten Schiffe so gut wie unpassierbar.
Heute Morgen lag der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni bei 97,24 US-Dollar und damit 2,6 Prozent höher als am Vortag. Der Preis war tags zuvor im Zuge der Waffenruhe im Iran-Krieg mit fast 90 Dollar auf das tiefste Niveau seit Mitte März gesackt.
Auch der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai legte heute Morgen wieder zu. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.
Nach Israels Luftangriffen im Libanon droht der Iran, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. Die USA müssten sich entscheiden - „entweder Waffenruhe oder Fortsetzung des Krieges via Israel. Sie können nicht beides haben“, schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte.