Brüssel
Neue Flüchtlingskrise trifft auf alte EU-Probleme
Die Zahl der in die EU geflüchteten Ukrainer nähert sich der Vier-Millionen-Schwelle. Bei anhaltendem Krieg Russlands gegen die Ukraine könnten es noch wesentlich mehr werden. In Brüssel stimmten die Innenminister einem Zehn-Punkte-Plan zur besseren Koordinierung, Finanzierung und Verteilung zu.
Flüchtlinge aus der Ukraine in einem Bus in Polen: Fast vier Millionen Menschen haben das Land seit Kriegsbeginn verlassen Foto: AFP/Angelos Tzortzinis
Von den systematischen Vertreibungen in der ersten Nachkriegszeit 1945 abgesehen, stellt die Flucht vor dem russischen Angriffskrieg in Europa alles in den Schatten, was der Kontinent bei der unfreiwilligen Migration je erlebte. Fast vier Millionen Ukrainer sind schon außer Landes. Flüchtlingsexperten halten bis zu 15 Millionen für möglich. Deshalb trafen sich am Montag die Innen- und Justizminister der EU zu einem zweiten Krisentreffen, um weitere Schritte nach dem Inkraftsetzen eines vereinfachten Aufnahme-Mechanismus zu beraten. Doch nicht in allen Punkten zogen die Verantwortlichen an einem Strang.