UNEL

Nationale Studentenvereinigung solidarisiert sich mit Schülerprotesten in Frankreich

Seit Tagen demonstrieren Schülerinnen und Schüler in Frankreich für bessere Lernbedingungen und eine bessere Ausstattung der Schulen. Unterstützung erhalten die Protestierenden aus Luxemburg.

In vielen Städten Frankreichs gehen junge Leute auf die Straße. Teilweise kommt es zu Ausschreitungen und Polizeigewalt.

In vielen Städten Frankreichs gehen junge Leute auf die Straße. Teilweise kommt es zu Ausschreitungen und Polizeigewalt. Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa

Die „Union nationale des étudiant-e-s du Luxembourg“ (UNEL) solidarisiert sich mit den französischen Schülerinnen und Schülern, die seit Tagen für bessere Bedingungen protestieren.

„Wenn es an den Schulen an Lehrkräften, Material, Sicherheit und sogar an angemessenen hygienischen Bedingungen mangelt, sind es die Schüler*innen, die den Preis dafür zahlen. Und wenn diese Schüler*innen sich mobilisieren, um diese Zustände anzuprangern, darf die Antwort darauf nicht Repression sein“, heißt es in einer Mitteilung der UNEL.

Was ist die UNEL?

Die Nationale Studentenvereinigung Luxemburgs vertritt alle luxemburgischen Schüler*innen der Sekundarstufe II, die Studierenden der Universitäten des Landes sowie die Luxemburger*innen, die im Ausland studieren. Sie ist zudem Mitglied der europäischen Dachverbände OBESSU und ESU, die die Interessen der Gymnasiast*innen und der Hochschulstudent*innen vertreten.

An mehr als 400 Schulen in Frankreich demonstrierten junge Leute zu Wochenbeginn erneut für eine bessere Ausstattung der Schulen und bessere Lernbedingungen. Hunderte Schulen blieben nach Gewaltexzessen in der vergangenen Woche bei Protesten geschlossen. Für diesen Dienstag haben Schülervertretungen zu landesweiten Protesten aufgerufen, Unterstützung kommt von den Gewerkschaften – und aus Luxemburg.

„Die Solidarität unter jungen Menschen macht nicht an Grenzen halt. Deshalb möchten wir heute unsere Unterstützung für die französischen Schüler*innen zum Ausdruck bringen, die sich mobilisieren, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen und ihr Recht auf eine würdige Bildung zu verteidigen“, so die UNEL weiter. Die Vereinigung plädiert außerdem für mehr Investitionen und kritisiert Fälle von Polizeigewalt.

15-Jähriger nach Explosion von Polizeigranate schwer verletzt

Bei einem Schülerprotest im nordfranzösischen Lens ist am Montag einem 15 Jahre alten Gymnasiasten durch eine Polizeigranate die Hand abgerissen worden. Der Schüler sei mit schweren Verletzungen in die Klinik nach Lille gebracht worden, befinde sich aber nicht in Lebensgefahr, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Generalinspektion der Nationalpolizei habe eine Untersuchung zu dem Polizeieinsatz eingeleitet. Um was für einen Typ Granate es sich gehandelt habe, sei noch nicht bekannt.

Im Zuge landesweiter Proteste an Gymnasien hatten Schüler vor der Schule in Lens demonstriert. Wie die Präfektur mitteilte, seien Beamte aus einer Gruppe von 200 bis 250 Schülern heraus mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen worden. Daraufhin sei die Bereitschaftspolizei vor der Schule angerückt und es sei zu dem Vorfall gekommen. Ob der schwer verletzte Schüler die von der Polizei auf die Menge abgefeuerte Granate aufgehoben habe oder ob diese direkt in seiner Hand landete, müsse noch ermittelt werden, teilten die Behörden mit. (tis mit dpa)

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