Belgien
Nach monatelangem Warten auf eine Regierung: Die „Arizona“-Koalition steht
Nach acht langen Monaten und drei intensiven Verhandlungstagen endlich die Einigung: Belgien hat eine neue Regierung. Fünf Parteien haben sich unter Bart De Wever auf ein Programm geeinigt.
Der rechtskonservative Bart De Wever (l.) wurde gestern vom belgischen König Philippe (r.) als Regierungschef vereidigt Foto: Jasper Jacobs/Belga/AFP
239 Tage hat es gedauert, bis sich in Belgien eine neue Regierung gefunden hat. Seit Montagmorgen ist es amtlich: Bart De Wever, Vorsitzender der rechtskonservativen Neu-Flämischen Allianz (N-VA), ist vom belgischen König Philippe als Regierungschef vereidigt worden. Er steht künftig an der Spitze der „Arizona“-Koalition, die aus insgesamt fünf Parteien besteht: der flämischen nationalistischen Partei N-VA, der flämischen christdemokratischen Partei CD&V, der flämischen sozialistischen Partei Vooruit, der frankophonen liberalen Partei Mouvement réformateur und der frankofonen zentristischen Partei Les Engagés. Am Freitag, nach drei Tagen und drei Nächten intensiver Verhandlungen, einigten sich die Unterhändler schließlich auf ein Regierungsprogramm.