„52.US-Bundesstaat“

Nach „Scherz“ von künftigem US-Botschafter: Island rückt Richtung Europa

Ein misslungener Scherz des künftigen US-Botschafters sorgt in Island für Proteste. Gleichzeitig wächst aus Sicherheits- und Wirtschaftsgründen die politische Annäherung an Europa.

11.01.2026, Island, Reykjavik: Johann Wadephul (CDU, M), Außenminister, steht auf dem Flughafen neben der isländischen Außenministerin Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir. Auf dem Weg in die USA zum Treffen mit seinem US-Amtskollegen Rubio machte Wadephul einen Zwischenstopp in Island.

Die isländische Außenministerin Gunnarsdottir kündigte ein mögliches Referendum zur EU-Mitgliedschaft an Foto: dpa/Michael Kappeler

Der künftige US-Botschafter für Island hat gerade noch mal die Kurve bekommen. „Falls das jemand als Beleidigung aufgefasst haben sollte, dann entschuldige ich mich“, meinte Billy Long zu seiner Äußerung, Island werde bald der 52. Bundesstaat der USA.

Eine Anspielung auf den Anspruch von Donald Trump, Grönland in die USA aufzunehmen, was dann als der 51. Bundesstaat gezählt würde. Longs Scherz führte zum Protest des isländischen Außenministeriums bei der US-Botschaft und zu Unterschriftenaktionen auf der Vulkaninsel: Dem Republikaner soll in der arktischen Republik die Akkreditierung versagt werden, verlangen die Protestler.

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