Ukrainekrieg

Moskau lehnt westliche Friedenstruppen in der Ukraine ab

Russland hat sich gegen die Entsendung westlicher Friedenstruppen in die Ukraine als Teil einer möglichen Beendigung des fast drei Jahre andauernden Konflikts ausgesprochen.

Putin zeigt sich vom Vorschlag aus Trumps Umfeld unbeeindruckt 

Putin zeigt sich vom Vorschlag aus Trumps Umfeld unbeeindruckt  Foto: Alexander Kazakov/POOL/AFP

Moskau sei „natürlich nicht zufrieden“ mit entsprechenden Vorschlägen aus dem Umfeld des designierten US-Präsidenten Donald Trump, ein „Friedenskontingent britischer und europäischer Streitkräfte in die Ukraine zu entsenden“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in einem am Montag von seinem Ministerium veröffentlichten Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Eine mögliche Stationierung ausländischer Soldaten in der Ukraine zur Umsetzung eines Friedensabkommens wird derzeit in westlichen Hauptstädten diskutiert. Der Kreml hatte zuvor erklärt, es sei „zu früh, um über Friedenstruppen zu sprechen“.

Trump, der in drei Wochen für seine zweite Amtszeit vereidigt werden soll, hat behauptet, er könne binnen 24 Stunden ein Friedensabkommen erreichen. Einen konkreten Plan hat er noch nicht genannt, doch aus seinem Umfeld wurden bereits mehrere Ideen in den Raum gestellt – darunter die Entsendung europäische Soldaten, um eine Waffenruhe entlang der tausend Kilometer langen Front zu überwachen sowie ein 20-jähriger Aufschub der Aufnahme Kiews in die NATO.

Sowohl der russische Präsident Wladimir Putin als auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj haben direkte Gespräche ausgeschlossen, ihre Positionen hinsichtlich der Bedingungen für ein Friedensabkommen scheinen weit auseinander zu liegen.

Putin hatte gefordert, dass die Ukraine ihre Soldaten aus den Regionen Donezk und Luhansk im Osten sowie Cherson und Saporischschja im Süden, die Russland nach eigenen Angaben annektiert hat, abzieht. Kiew hat wiederholt ausgeschlossen, im Gegenzug für Frieden Gebiete an Moskau abzutreten. (AFP)

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