Österreich

Mitglieder stärken SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hat hoch gepokert und zumindest diese Runde gewonnen: Die Parteimitglieder votierten für ihren Verbleib an der Parteispitze. Der wirkliche Härtetest kommt aber erst.

Die unter Spitzenfunktionären umstrittene Rendi-Wagner bleibt Parteichefin der Sozialdemokraten in Österreich.

Die unter Spitzenfunktionären umstrittene Rendi-Wagner bleibt Parteichefin der Sozialdemokraten in Österreich. Foto: Hans Punz/APA/dpa

Wegen der Corona-Krise hatte die SPÖ das Ergebnis der von Anfang März bis Anfang April durchgeführten Mitgliederbefragung einen Monat lang unter Verschluss gehalten. Vielen Parteigranden wäre lieber gewesen, es hätte sie gar nicht gegeben. Rendi-Wagner habe „die Befragung initiiert, die niemand in der Sozialdemokratie wollte“, hatte Burgendlands Landeshauptmann und Rendi-Kritiker Hans-Peter Doskozil am Dienstagabend noch einmal unterstrichen. Vor allem der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig wollte ein halbes Jahr vor den Wahlen in der Bundeshauptstadt keine Führungsdiskussion riskieren. Die von permanenten Querschüssen aus den eigenen Reihen genervte Vorsitzende beharrte jedoch auf der Befragung und verknüpfte die Liste von Sachfragen mit der nach ihrem Verbleib an der Parteispitze. „So kann es nicht weitergehen, mit dieser Selbstzerfleischung und Intrigen“, sagte Rendi-Wagner, die nur 15 Monate davor das Erbe des glücklosen Ex-Kanzlers Christian Kern angetreten hatte.

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