Europäische Präferenz

Mit „Made in Europe“ in die Unabhängigkeit?

Ein Vorstoß des französischen EU-Kommissars Séjourné stößt auf viel Zustimmung in der Wirtschaft, aber auf Widerstand in der Politik.

EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné spricht über europäische Bevorzugung bei öffentlichen Auftragsvergaben in der EU

EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné spricht für eine europäische Präferenz bei der Vergabe öffentlicher Verträge in den EU-Staaten aus Foto: Jennifer Jacquemart/European Union

Die EU soll mit einem Label „Made in Europe“ eine europäische Präferenz bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen einführen. Dies fordert der französische EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné – mit beachtlichem Erfolg. Mehr als 1.100 europäische Konzernbosse und Firmenchefs haben einen entsprechenden Aufruf Séjournés unterschrieben, der in europäischen Zeitungen veröffentlicht wurde.

Sogar die Gewerkschaften machen mit. „Wir unterstützen das mit allen Kräften“, sagte Esther Lynch, Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsbunds, dem Tageblatt. Bei dem geplanten Label gehe es nicht nur um die Herkunft, sondern auch um europäische Werte. „Wenn Made in Europe auch gute Jobs meint, sind wir dabei“, so Lynch.

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