Spanien
Mit Grundeinkommen gegen Hungerschlangen: Corona-Krise produziert „sozialen Tsunami“
Der Corona-Krise folgt die soziale Katastrophe. Die Schlangen jener, die vor den Suppenküchen in Spanien anstehen, werden immer länger. „Viele Familien befinden sich am Limit“, beschreibt ein Caritas-Bericht die Lage.
„Das hätte ich nie gedacht“: Immer mehr Menschen müssen in der Not für Essen anstehen Foto: AFP/Javier Sorano
Vor den karitativen Essensausgaben, die in vielen Städten die Not zu lindern versuchen, stehen oft Hunderte von Menschen. Nun will Spaniens Regierung mit der Einführung einer staatlichen „existenziellen Grundversorgung“ die wachsende Armut bekämpfen. „Ich hätte nie gedacht, dass es in Spanien einmal diese riesigen Hungerschlangen geben würde, um etwas Essbares zu bekommen“, sagt der Priester Ángel García, der mit seiner Hilfsorganisation „Mensajeros de la Paz“ (Boten des Friedens) populär geworden ist. Viele jener, die vor Pater Ángels Kirche San Antón in Madrid in der „Hungerschlange“ um Essen bitten, haben wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen und des weitgehenden Wirtschaftsstillstandes Arbeit und Einkommen verloren.