Starke Worte, wenig Konkretes
Luxemburgische EU-Parlamentarier zur Rede von Ursula von der Leyen
Weitgehend zufrieden zeigten sich die luxemburgischen EP-Abgeordneten am Anschluss an die Rede der EU-Kommissionspräsidentin zur Lage der EU mit dem, was Ursula von der Leyen zuvor vorgetragen hatte. Dennoch äußern sie stellenweise Kritik. Und sie sind gespannt, was auf die vielen Ankündigungen folgt.
Besucher gehen über eine Brücke in den sogenannten „Hémicycle“, den Kern des Europäischen Parlaments in Straßburg, während dieser von außen mit dem Schriftzug „State of the Union“ angestrahlt wird Foto: dpa/Philipp von Ditfurth
Mit „starken Worten“ habe die Kommissionschefin über die Ukraine gesprochen, meinte die Grünen-Politikerin Tilly Metz. Diesen Eindruck hatte auch Marc Angel bezüglich des Teils der Rede, der sich mit dem Ukraine-Krieg beschäftigte: Eine „ganz starke Botschaft“ habe von der Leyen übermittelt, bescheinigte ihr der S&D-Politiker. „Sie bringt es fertig, den richtigen Ton zu finden“, meinte seinerseits der Liberale Charles Goerens, der der Rede auch inhaltlich etwas abgewinnen konnte. Generell sei die Kommissionspräsidentin „ganz stark bei den großen Überschriften“, ihm fehlten jedoch die Details, sagte hingegen Christophe Hansen. Auch die anderen EP-Abgeordneten vermissten zu verschiedenen Themen konkrete Aussagen.